Kategorie-Archiv: Lauftagebuch

Dunkelläufe … schaurig-schön!

Ein Lauf im Dunklen ist etwas ganz Besonderes!
Eigentlich will man nicht, aber wenn man erst unterwegs ist, ist es ein unglaubliches Feeling!

Wer drei- bis viermal die Woche laufen will und ganztags arbeitet, kommt in dieser Jahreszeit wohl nicht drumherum – ein Lauf im Dunkeln ist fällig!
Vor der Arbeit dunkel, nach der Arbeit dunkel, nur ne halbe Stunde Mittagspause … da heißt es:

“Licht aus – Spot an!”

Stirnlampe 1

Und rein ins dunkle Vergnügen :)
Stirnlampe aufgesetzt (die stelle ich euch später noch genauer vor!), reflektierende Klamotten an, allen Mut zusammen genommen und ab geht’s.
Ich wohne dort, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, bedeutet, wenn ich ein paar Kilometer zusammen kriegen will, muss ich auf jeden Fall die beleuchtete Dorfzone verlassen und raus in Feld und Wald. Und da ist es absolut zappenduster ;)
Keine Straßenlaterne weit und breit, und bei dem aktuellen Wetter – Regen, Wolken, Nebel – auch kein Fitzelchen Mondschein oder ähnliche romantische Dinge.
Nee … bloß das große Schwarz.

Hinzu kommt, dass ich meist alleine laufe. Ich bin wirklich kein Schisser, aber was man bei so einem Run durch die dunkle Nacht alles so empfindet ist schon schaurig.
Aber eben auch schön…
So auch heute. Gegen 17.00 Uhr laufe ich bei Nieselregen los, raus aus dem Dorf, ich lasse die letzten Laternen hinter mir und gehe tapfer den ersten Kilometer an.
Die Stirnlampe leuchtet recht weit, man sieht ganz gut wo man hintritt und läuft relativ sicher, was den Untergrund angeht. Was man so gar nicht mitkriegt, ist alles was um einen herum geschieht. Der Lichtkegel streut nicht so weit zur Seite, man läuft wie im Tunnel – nur fixiert auf das was da vor einem liegt.
Und dann … Schrecksekunde! … die ersten glühenden Augen, am Wegesrand… eine Katze … puh, gottseidank! Denn hier gibt es auch viele Wildschweine in der Gegend, und denen will ich weder im Hellen und schon gar nicht im Dunklen begegnen…
Man hört auf alle Geräusche … ist das mein eigener schneller Atem? Oder ist jemand hinter mir?
Ein Knacken im Holz, hektische Blicke zur Seite – die Lampe auf das gerichtet, was einen erwartet. Aber da ist … nichts … oder???

Und dann die ersten Hupen und Tröten der runtastic-App! Juhuuuu, ich bin gar nicht allein unterwegs! Ungemein beruhigend!! =)
Es fängt an stärker zu regnen. Die Regentropfen werden von der Stirnlampe angeleuchtet und schwirren wie Insekten vor meinen Augen.
Und dann … PLATSCH … trete ich in eine Riesen-Matschpfütze. Irgendwie hab ich die in dem schemenhaften Licht unterschätzt. Nasse Füße, der Matsch spritzt an mir hoch, egal … sieht ja keiner, hehe, is ja dunkel!

Ich kann meine Geschwindigkeit gar nicht richtig einschätzen, weil die Landschaft so grau-in-grau an mir vorbeihuscht, ich laufe wie auf dem Laufband, immer nur auf die nächsten Schritte konzentriert. Es ist richtig spannend, was kommt da wohl gleich als nächste runtastic-Zeitansage?
Dann denke ich kurz, ich hab Halluzinationen – ich sehe zwei neonfarbene Streifen durch die Luft fliegen, grün und pink. Hä? was ist das?
Beim vorsichtigen näherkommen, erkenne ich einen Hundehalter (unbeleuchtet) mit seinen zwei Vierbeinern, die reflektierende Neonhalsbänder tragen. Ich sag “Die sehen aber unheimlich aus im Dunkeln”, darauf antwortet er “na Du vielleicht nicht?” hihi, mir wird klar, dass ich für andere auch nur ein hell leuchtender Punkt bin. WER hatte jetzt wohl mehr Schiss? ;)

Etwas später eine neue Erfahrung: Kühe haben hinten keine Augen – ergo: leuchten auch nicht von hinten! Und als ich an einer Weide vorbeilaufe und sich die (bis dahin für mich unsichtbaren) Kühe plötzlich zu mir umdrehen, und mich mindestens zehn paar leuchtende Augenpaare anglotzen, krieg ich fast nen Herzinfarkt, mannomann ….
Weiter geht’s mit allerhand Gehupe, Getröte und persönlichen Motivationen meiner lieben verrückten Runtasten.
Oh ich liebe diese Truppe! Nie ist man allein, Angst im Dunkeln verflüchtigt sich im Nullkommanichts und man hat trotz Schietwetter ein fettes Grinsen im Gesicht.

Das Grinsen vergeht mir allerdings, als ich vor mir plötzlich einen Mann erkenne. Er geht da offensichtlich spazieren??? Jedenfalls hat er keinen Hund dabei – was zum Henker treibt der hier draussen? Mir wird unheimlich, ich lege einen Zahn zu, sprinte an ihm vorbei, murmele einen Gruß und sehe zu, dass der Abstand zwischen uns ganz ganz schnell größer wird. Als ich mich kurz drauf umdrehe hat die Dunkelheit ihn schon verschluckt… uuuuaaaaaahhhhh … was hab ich hier bloß für ein Hobby???

Am Waldrand, zwei weitere Kilometer später, sehe ich plötzlich aus den Augenwinkeln zwei leuchtende Augenpaare quer über die Wiese im gestreckten Galopp auf mich zukommen. Ich lege eine Vollbremsung hin und halte die Luft an … bitte bitte lieber Gott … lass es ein paar Rehe sein! Mein Stoßgebet wird erhört, die beiden laufen über meinen Weg und dann sehe ich nur noch ihr helles Hinterteil leuchtend und hüpfend im Wald verschinden … mein Pulsverlauf auf dieser Runde ist mit Sicherheit sehr untypisch ;)

Als ich später durch eine Straße im Ort laufe, sehe ich überall in den Häusern heimelig die Lichter brennen. Aber ich empfinde nicht die geringste Lust, jetzt da drinnen zu sein. Ich genieße es total, hier mit matschverschmierten Klamotten im Dunkeln durch den Regen zu laufen und würde am liebsten jede Runtastic-Motivation laut erwidern … “Yeah” “Come on” … ich fühle mich ganz großartig und hab ständig die Melodie von Rocky im Kopf – komisch? =)
Als ich nach 40 min. zu Hause ankomme, bin ich einfach nur glücklich und stolz – Mission Dunkellauf für diese Woche erfüllt! Tschacka!

Stirnlampe

Zugegeben, es gibt natürlich auch die Möglichkeit, sich einer Laufgruppe anzuschließen und mit anderen gemeinsam zu laufen, im Idealfall auf beleuchtetem Terrain.
Das hab ich letzte Woche auch ausprobiert, und es ist definitiv für die dunkle Jahreszeit eine gute Alternative.

ABER … bei so einem einsamen Run in absoluter Dunkelheit … da liegt auch Abenteuer in der Luft – und ich gestehe – ich find’s herrlich!
In diesem Sinne

keep on running… bis es wieder heißt “Licht aus – Spot an”

Lauftagebuch – Trail, mal was Neues!

12.10.2014 Training (10km unter 60min) DL leicht 60 min

Nach der Schlappe beim Intervall brauchte ich heute dringend was ganz anderes, was neues … etwas für die Seele! Denn eines ist mir klar geworden: ich laufe nur für mich! Also tu ich nur das, was mir gut tut!

Und bei dem herrlichen Wetter wollte ich raus in die Natur, goldgelbe Blätter sehen, durch die die Sonne hindurchblinzelt, raschelndes Laub unter den Füßen, durch Dick und Dünn und viel Abwechslung. Also rein in die Trailschuhe und los …

Die Strecke fing auf einer ehemaligen stillgelegten Kreisstraße an. Viel Platz zum Warmlaufen und die Sonne genießen. Dann ging’s ein Stück über Feldwege bis zum nächsten Ort, quer durch die Gassen in Richtung Holzbachschlucht. Wer lesen kann ist klar im Vorteil, ist ausgeschildert und ich bin trotzdem falsch abgebogen, tztztz….

Im Wald angekommen wurde der Boden schnell matschig, unter dem verrottenden Laub versteckten sich viele Stolperfallen, da muss man höllisch aufpassen wo man hintritt! Der Pfad wurde enger, den Brennnesseln konnte ich nicht mehr ausweichen. Was soll’s, kommen eben zu den Mückenstichen von gestern noch Nesselpusteln dazu, juckt alles ganz wunderbar … hehe. Meine Unterschenkel sind aktuell keine Augenweide ;-)

Und dann wurde es so richtig schön idyllisch :-)
Der Weg entlang des Holzbachs wird steil, mit vielen glitschigen Wurzeln und rutschigen Steinen, ist recht schmal und an der Seite schön abschüssig – Talfahrt sicher wenn man nicht aufpasst ;-)
Blöd war nur – es war Sonntag! Doch einige Wanderer unterwegs, die mit ihren Stöcken wie ‘ne Karawane durch die Schlucht wuselten. Und da musste erst mal dran vorbeikommen! Da nützt kein “Achtung”, oder “Bitte mal vorbeilassen”, … oder gar
“Vooooorsicht”. Neeeeee …. wenn die Lieselotte und die Brunhilde mit ihrem Otto und Karl-Friedrich durch die Wälder ziehen, da sehen und hören die nix! Hä? Wat is?
Na gut, hier muss man ja auch nicht unbedingt mit Läufern rechnen ;-)
Jedenfalls haben die mir meine pace versaut :-)
Aber egal, ich genoss die Aussicht auf den rauschenden Holzbach und schwitzte doch ganz ordentlich beim Trail bergauf, ist schon was total anderes! Die Beine brannten und ich war gar nicht sooooo böse wenn mich mal einer ausbremste, die Pause kam eigentlich ganz gelegen, hihi … wenn man nur relativ ebenes Gelände gewohnt ist (was hier im WW halt so “eben” heißt) muss man sich an so ‘ne Stolpergasse erst mal gewöhnen – man muss sich echt konzentrieren!

Aus der Schlucht raus ging’s dann wieder über Wald- und Feldwege, schön breit – aber leider gnadenlos bergauf! Und das Trail-Stück hatte die Beine echt ein bisschen schwer gemacht, und so richtig flott lief’s dann nicht mehr – aber es sollte ja sowieso ein Genießer-Lauf werden. Und so trabte ich weiter … bis ich wieder eine Engstelle passierte. Der Weg verzottelte sich irgendwie im Unterholz bis ich plötzlich nur noch querliegendes Geäst vor mir sah. Also ab durchs Gestrüpp, bis ich irgendwie wieder auf einen asphaltierten Weg gelangte.
Laut Trainingsplan war ich jetzt eigentlich fertig – nützt bloß nicht viel, wenn das Auto 3 Kilometer weiter weg parkt.
Also fröhlich weiter traben … wieder in den Wald … wieder über einen Pfad … wieder über Stock und Stein … rauf und runter!
Hehe, meine Abwechslung hab ich bekommen!

Und die letzten Kilometer über die Straße, in den Ort rein und …
ich hatte fertig!
Ein richtig gelungener Lauf!

Ich grüß euch heute fröhlich,
habt einen schönen Abend

 

Lauftagebuch: Intervall….ihr wisst schon

10.10.2014 Training (10km unter 60min) Intervall

oh Mann….
Ich war sooo motiviert, Petrus hatte mitgespielt – es blieb trocken, sogar die Sonne kam raus, ich hatte Zeit, ich hatte Urlaub …
aber es wurde ein solcher Katastrophenlauf!

20 Min. einlaufen … ich merkte schon schnell, dass ich zu warm angezogen war, das Langarmshirt war zu dick, Hitzewallungen störten mich gewaltig! Ich hatte die falschen Schuhe gewählt, wenig Dämpfung auf Asphalt, fühlte sich nicht gut an … ich hatte viel zu wenig (gar nichts???) getrunken, das machte sich schnell bemerkbar!

Und dann diese nervige Tussi im Handy … “3, 2, 1,  erstes Intervall – zwei Minuten schnell” – da hatte ich schon keinen Bock mehr! Aber gut … Intervall ist Intervall, und ich verfolge ja ein Ziel. Also Tempo angezogen … und Seitenstechen bekommen! Nach einer Minute Tempo wieder rausgenommen, normal weitergelaufen.
Diese penetrante Stimme “noch 20 Sekunden, schnell….”, “noch 10 Sekunden, schnell”, … ja ja ja.

Aus den ersten drei Minuten langsam wurden also vier und sofort hörte ich schon wieder “3, 2, 1, … zweites Intervall, zwei Minuten schnell” , ja ja ja ich mach ja schon! (soll Laufen nicht eigentlich Spaß machen ?!?) Ich werde wirklich schnell – bis ich feststelle, dass sich meine Laufstrecke in eine Schlidderbahn verwandelt hat. Ich laufe die Intervalle meist auf einer stillgelegten Bahntrasse, die asphaltiert ist. Super, solange es nicht regnet und Berge von Laub da rumliegen! Ich komm ins Rutschen und verdreh mir leicht den Knöchel – verdammt !!!!! “noch 30 Sekunden – noch 20 Sekunden – noch 10 Sekunden – 3, 2, 1,  puuuuhhhhh !

Ich gehe! Ich mache eine GEH-PAUSE !!!!! Wann bitte schön ist mir das zuletzt passiert???

Schön, es fehlen noch drei Intervalle schnell. Die zieh ich irgendwie durch, mittelschnell, denn ich rutsche immer wieder… ich bekomm keine Luft, mein Puls ist viel zu hoch…

Als endlich die 20 Minuten Cooldown eingeläutet werden, mach ich Pausen zum fotografieren. Die Wochenaufgabe der RT-Laufgruppe lautet “Licht und Schatten” haha….ich zieh mir meine Kapuze über den Kopf und denke  “ja, genauso fühle ich mich jetzt gerade!” Meine absolute Schattenseite! Alles reine Kopfsache, nicht wahr? Ich bin enttäuscht, von mir selbst … Wenn nichts im Kopf ist, was die Laune hochhält wird das schwierig…
Noch schnell ein Bild vom Tunnel, durch den ich grad laufe, und dann nach Hause. Mein Puls rast, ich fühl mich mies, ich breche den Lauf nach 59 min ab, sollten eigentlich 65 min werden. Die Luft ist raus …

bööhh       Licht Schatten Tunnel

 

Vor dem Duschen poste ich noch die Wochenaufgabe-Bilder in Facebook und erdreiste mich, meine Laune zu beschreiben! Ohne weitere Erläuterung! Unerhört! Na wie gut, dass die meisten RTler das hier nicht lesen mussten :-D

keep on running! Ich grüße und verspreche bessere Laune!

 

Lauftagebuch – 15 km Gedankenfetzen

05.10.2014 Training (10km unter 60min) DL leicht 90 min

Ich bin heute eine längere Runde allein gelaufen, 90 min, das heißt mittlerweile 15 km. Ohne Geplauder, Ablenkung, … ohne Musik.

Dabei war mein Kopf relativ leer, daher diesmal kein großes Thema, sondern ein paar lose Gedankenfetzen:

Figur: als ich zu Hause gestartet bin, hab ich kritisch in den Spiegel geschaut und festgestellt “an mir ist nix mehr dran” ! Ich laufe definitiv nicht um abzunehmen, im Gegenteil. Ich muss aufpassen, dass ich genug futtere, um nicht zur Bohnenstange zu werden … zum Beweis:

:vorher da ist bald kein Arsch mehr in der Hose ;-)

Begegnungen: unter den vielen netten Menschen, die heute meinen Weg gekreuzt haben, war ein älterer Opi; der hat mir doch tatsächlich mit seinem Spazierstock den Weg versperrt und wollte Wegezoll ! :-) Ging dann Gott sei Dank doch ohne … und als ich falsch zum See abgebogen bin, stand da ein aufmerksamer Bürger und hat mir die Richtung gezeigt “Maadsche, dau muss do lang laafe!” – oder so ähnlich, Wäller Platt ist nicht meine Stärke :-D, laufen ist gesellig…

Eltern: mir kam ein Foto in den Sinn … Läuferpapi mit Kind … und ich musste an meinen Vater denken, der ist früher auch bei Volksläufen gestartet, eine uralte Kindheits-Erinnerung, schießt mir einfach so durch den Kopf, aus dem Nichts, ich hab keine Ahnung wie schnell der wohl war? Leider kann ich ihn nicht mehr fragen, er lebt nicht mehr, wurde nur 38 Jahre alt … meine Mutter ist ihm vor zwei Jahren gefolgt … mit 61 Jahren … genießt euer Leben und lauft was das Zeug hält, ihr habt nur dieses eine!

Haustiere: neidisch bin ich auf alle Hundebesitzer! Ich hab heute so tolle Tiere gesehen .. wenn ich die Zeit für so ein Tier hätte! Laufen mit Hund ist doch traumhaft … Nichts gegen meine Katzen, aber wenn ich an meine neu tapezierte Küche denke und was die beiden Teufel mit der alten Tapete angestellt haben :-(  oje…

Und so plätscherte die Zeit dahin, ich lief und lief und lief … und am Ende war ich recht zufrieden, dass die pace jetzt auch auf längeren Strecken unter 6 liegt.

RT 15 Karte RT 15er

Ich grüß euch aus dem Westerwald! keep running …

nachher

Lauftagebuch – Intervall…ist ein Arschloch

03.10.2014 Training (10km unter 60min) Intervall…

…und dieses Intervall ist heute echt ein Arschloch! Pardon…
Heute ist Tag 41 des Trainings und auf dem Plan steht ein Intervall, puuuhhhh…. ich bin kein Freund von dieser Art Schinderei.
Insbesondere mit ‘ner Pizza im Bauch und an einem herrlich faulen Feiertag bei tollstem Sonnenschein – aber was muss das muss!

Also Schuhe an und los … leider alleine. Denn wenn möglich, nehme ich als Motivation und Tempomacher meinen Schatz auf dem Fahrrad mit. Der fährt dann voraus und ich hechele hinterher ;) Ich versuche allerdings noch ihm beizubringen, dass er mich auch mal anschreien muss,  damit ich meinen Popo schneller bewegt kriege – er ist einfach zu nachsichtig! :-)
Aber heute wird bei uns die Küche renoviert, und mein Schatz bleibt bei unsrem fleißigen Helferlein, das grade emsig die neuen Tapeten an die Wände bringt…

Also geht’s alleine los. Der Plan sagt “EL 20 min, 5×3 min schnell mit 5×3 min TP, AL 20 min”. Beim Einlaufen ist noch alles easy, aber schon das erste Intervall breche ich vorzeitig nach 2 Minuten ab, der Kopf will einfach nicht!
Das zweite und dritte Intervall sind besser, aber mehr als 13,5 km/h im schnellen Teil wollen es einfach nicht werden … ich fühle mich wie ein bockiges Pferd, das partout nicht schneller laufen will.

Das vierte und fünfte Intervall haben den eindeutigen Vorteil, dass die Strecke hier etwas abfällt und sich das Tempo besser halten lässt.
Aber ich brauche echt jemanden, der mir mal Feuer unter den Hintern macht. Ich merke, dass da eigentlich mehr drin ist – wenn ich mehr Biss hätte und mal richtig kämpfen würde !!! Und das ärgert mich ohne Ende! :-(

Aber immerhin hab ich insgesamt mein Tempo verbessert – Rekord auf 10 km – 57:39 min!    Freu !!!

RT RekordFive  High five auf den Rekord!

Und eigentlich ist das ja mein aktuelles Ziel, die 10 unter ‘ner Stunde.

Und so sieht übrigens die Auswertung des Laufs auf der TOMTOM aus:

TOMTOM Höhe und Tempo TOMTOM Puls TOMTOM Pulszonen TOMTOM Übersicht

Bis zum nächsten Mal…. keep running!

 

 

Lauftagebuch

30.09.2014 Training (10 km unter 60 min) DL leicht 40 min

Heute ganz nach dem Motto “besser spät als nie” …
Verabredet war ich für 17.00 Uhr, gleich nach der Arbeit, mit Vanessa. Die Laufklamotten schon im Auto, mit der festen Absicht gleich nach Feierabend loszudüsen.

Um 16 Uhr war klar: kein pünktlicher Feierabend,
Um 16.30 Uhr war klar: Überstunden sind fällig
Um 17.00 Uhr war klar: das ist ein Scheiß-Arbeitstag, Kopfschmerzen machen sich breit
um 17.30 Uhr hock ich immer noch im Büro und denk “super, das war’s – gleich wirds dunkel…”
um 18.00 Uhr schleich ich mit hängendem Kopf aus dem Büro, völlig lauf-unmotiviert…

Aber im Auto lacht mich meine Sporttasche an … kurze Message an Vanessa “haste noch Lust” ? Ja logo!
Also nix wie hin zu ihr, schnell umgezogen…und ab auf die Piste!

Und mit jedem Meter wird der Feierabend schöner – mit jedem Kilometer das Grinsen breiter! :-D

Und als wir nach lockeren 40 Minuten zurück sind überredet mich Vanessa sogar noch die “Wochenaufgabe” zu machen, hihi… passt grad zufällig  (“Laufe in neonfarbenen Klamotten”)

Was bin ich froh, dass ich doch noch gelaufen bin! Der Kopf ist frei …

fast …

aber wirklich nur fast ….

… es fehlen noch viele viele Kilometer …

…bis zu welchem Ziel eigentlich???

…ich werde es rausfinden…

 

Lauftagebuch

25.09.2014 Training (10km unter 60min) Tag 38 DL leicht 60 min

Strecke: Meudt-Herschbach mit Vanessa, und wieder mit den Fujis – die werden mir immer sympathischer, sind so schön direkt…

Ich hatte heute viel Zeit die Gedanken auch laufen zu lassen, denn Vanessa ist immer ein gutes Stück hinter mir geblieben. Sie ist zur Zeit ein klein bisschen langsamer unterwegs als ich, achtet auf ihren Puls, der schießt Kapriolen … und so haben wir mal nicht gequatscht, sondern sind relativ still unsere Kilometer gerannt.

Aber – und das ist ganz entscheidend – es war ein behagliches Schweigen :-)

Kennt ihr das?  So wie in “Pulp fiction” … wenn zwei miteinander schweigen können, ohne das das unangenehm wird.

Man weiß, der andere ist da … und wenn man kurz wartet (weil man z.B.  die Straße überqueren muss) ist der andere wieder da. Man kann sogar die Strecke variieren – ich hab ne kleine Extrarunde eingebaut, aber es war klar … irgendwann trifft man sich wieder … ein paar Meter oder auch Kilometer weiter … man wird den Lauf gemeinsam beenden!

Und das macht – uiuiuiui große Symbolik ! – auch Freundschaft aus. Ein Freund muss nicht immer gegenwärtig sein. Aber – wieder ganz entscheidend ;-) – wenn man ihn anspricht, wird man gehört. Dann ist da ein feedback auf das man zählen kann. Selbst nach einem langen – behaglichen (!) Schweigen.

Und manchmal ist es vielleicht auch so, dass ein Schweigen missverstanden wird, und am Ende ist da doch ein feedback :-)

Ich wünsche euch gute Freundschaften – die sind nämlich was ganz wertvolles!

Schönen Abend….und keep on running!

Lauftagebuch

22.09.2014, Training Tag 37 (10km, 60min), DL leicht 30 min

heute mal die neuen Treter – die Asics Fujitrabuco 3 – ausprobiert, laufen wie am Schnürchen! Ich war ja etwas unsicher wegen der Größe (40), da meine Nimbus sogar 41,5 sind, aber alles gut…und mit dem Goretex gibt’s jetzt keine nassen Füße mehr :-) und ganz wichtig für Frau – schön sind die auch hihi :-)

Strecke: kleine Westert-Runde, mit Vanessa, pace 5:57 ist ok, Puls 148 mit max 159 könnte tiefer sein, aber das Wetter war Bombe – super klare Luft, schön kühl, in die untergehende Abendsonne gelaufen…ich muss bald mal über Licht nachdenken, ich werde testen mit Taschenlampe zu laufen, Stirnlampe schreckt mich irgendwie ab….mal sehen…

 

 

 

Lauftagebuch: Testlauf Hachenburger Löwenlauf

20.09.2014

Heute stand auf meinem runtastic-Trainingsplan das “Testrennen” für den 10-km-Lauf an. Das wäre dann ein Intervall gewesen – 3×12 min. mit ner pace von 5.50 bis 6.00 und dazwischen 3 min aktive Pause. Aber das war mir ehrlich gesagt zu langweilig, ich wollte den kompletten Lauf checken.

Also bin ich mit Martin – dessen Ziel ist wohl eher unter 55 zu kommen :-p – die Runde einfach mal zügig abgelaufen. So zügig das eben mit Seitenstechen und müden Beinen geht. Unterm Strich bin ich ganz zufrieden, die 10 km unter 60 sind geschaftt, nun würde ich gerne den gesamten Lauf unter ner Stunde finishen. Und wenn ich einen guten Tag erwische, sollte das eigentlich drin sein. Man sollte sich die Ziele nicht zu hoch setzen, aber eben auch nicht zu niedrig!

runtastic 20.09.14 2 runtastic 20.09.14

Mit dem Wetter hatten wir übrigens Glück, heute morgen ist noch dicker Nebel durch die Landschaft gewabert. Aber heute nachmittag hat doch tatsächlich die Sonne geschienen, und die paar fetten Gewitterwolken, die bedrohlich vor sich hin grummelten haben sich höflich zurückgehalten. Lediglich ganz zum Schluss, kurz vorm Ziel am Hachenburger Löwenbrunnen fing’s leicht an zu tröpfeln.Hachenburg Löwenbrunnen Hachenburg Marktplatz

So darf das Wetter dann am 18.10. auch gerne sein!

Ach ja…die neue Cap ist regentauglich :-)