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Runtastic Orbit – sinnvoll oder Schnickschnack?

Hallo zusammen!

Ein total verregneter Sonntag … die beste Gelegenheit euch den “Orbit” von Runtastic vorzustellen. Wenn man die Rezessionen der Fachwelt hierzu liest, ist der Orbit eines der besten unter den Fitness-Armbändern. Aber was kann er wirklich? Und lohnt sich die Anschaffung? Immerhin kostet das Ding schlappe 119 €!

Bevor ich euch meine persönliche Meinung verrate – hier zunächst mal die Fakten:

  • das Zubehör:
    • der kleine Orbit-Computer selbst, ein Winzling, wasserdicht (!) kann sogar beim Duschen und Schwimmen benutzt werden – hab ich nicht ausprobiert (meine Aktivitäten beim Duschen braucht der nicht aufzeichnen ;-) )
    • zwei Armbänder aus weichem Kunststoff, in schwarz und blau, angenehm zu tragen und leicht zu reinigen, selbst für meine dünnen Ärmchen hat das Band genug Löcher, Extralob!   ähm, dicke Arme passen sicher auch rein :-), mit praktischem Klick-Verschluss (weitere Armbänder in Zusatzfarben kann man kaufen, im 3er Set 29,99€)
    • ein Clip, mit dem man den Orbit überall an die Klamotten, den Gürtel etc. anclippen kann (ganz praktisch, wenn man das Ding ein bisschen verstecken möchte, um nicht immer diese blöden Fragen hören zu müssen…”Ist das nicht so ein Fitness-Ding? Was kann das????” )
    • ein Ladekabel, dessen Ende ist magnetisch, so kann man den Orbit – der superleicht ist – einfach andocken … und schon lädt das Dingelchen, in ca. drei Stunden ist es aufgeladen und hält dann vier bis fünf Tage, so genau hab ich nicht drauf geachtet.

Man lädt sich die App “Runtastic me” (für Äpfel und Androide) kostenlos runter und legt ein Benutzerprofil (incl. Alter, Größe, Geschlecht und Gewicht) an – wenn man die Runtastic-App schon nutzt, übernimmt die “Me-app” die Daten von dort. Die Synchronisation zwischen Orbit und Smartphone läuft per Bluetooth Smart.

Screen Lade DatenScreen Startmenü

Und das wertet der Orbit aus:

  • Schritte (wobei es sich hier nicht um einen wirklichen Schrittzähler handelt, sondern es werden gewissen Bewegungseinheiten gemessen, die annähernd wie Schritte gezählt werden, wenn man den Arm hektisch hin und her bewegt, wird dies auch als Schritt gewertet), man kann eine Zielvorgabe machen (hier: 8000 Schritte) und sieht im Vergleich die Schrittanzahl des letzten Tages, unten im Bild: eine Zeitleiste, auf der ersichtlich ist, wann man wie viele Schritte getan hat (ich sitz grad am PC, tut sich also nix ;-) )

Screen Schritte

  • Aktive Minuten , für mich hat sich noch nicht wirklich ergründet, was hier als “aktiv” gewertet wird, eine gewisse “Schritt”-Anzahl ist wohl vonnöten, aber ich persönlich finde dieses Menü total überflüssig

Screen Aktive Minuten

  • Kalorien, errechnet sich der Orbit aus den gemessenen Aktivitäten und den persönlichen Daten wie Gewicht, Größe…. die grünen Balken zeigen die verbrauchten Kalorien im Zeitstrahl, die blaue gestrichelte Linie zeigt die addierten Gesamtkalorien, die Du schon verbraucht hast – oder auch nicht ;-), auchhier ist eine persönliche Zielvorgabe möglich

Screen Kalorien

 

  • Distanz, errechnet sich aus den gezählten Schritten, wieder mit Vergleich zum Vortag, und unten im Bild wie gehabt, Zeitverlauf und bisherige Gesamtdistanz

Screen Distanz

  • Schlafeffizienz, hier wird es interessanter! Wenn man schlafengeht, drückt man einmal lang auf die einzige Taste des Orbits um zu signalisieren “jetzt wird geschlafen”, ab diesem Moment wird die Schlaf-Aktivität erfasst (über die Bewegungsrate) die Wachphase ist rot gekennzeichnet, leichter Schlaf ist orange, und Tiefschlaf ist grün angezeigt. Ich hab mal zwei Beispiel-Nächte rausgepickt: heute Nacht hab ich um 22:49 auf “Schlaf” umgestellt, war zunächst noch ein bisschen wach ;-) und bin dann in einen leichten Schlaf gefallen, meine Schlafeffizienz lag bei 95%, meist hab ich tief geschlafen, zwischendurch gab es immer mal wieder Phasen mit leichtem Schlaf, gegen halb acht bin ich kurz wach gewesen (rote Linie) und weil heute ein verregneter Sonntag ist, hab ich bis 9:20 im Bett gelegen hihi, dann war das Frühstück fertig! :-) unten im Bild ein weiteres Gimmick: der Orbit hat einen Tageslicht-Sensor, die dünne blaue Linie zeigt an wie viel Tageslicht ich grade abbekomme, die senkrechten gelben Linien zeigen (so glaube ich?) Sonnenauf- und untergang an. Ach ja … im zweiten Bild eine typische Nacht während der Woche, viel zu spät ins Bett, nicht sofort eingeschlafen, und viel zu früh wieder raus aus den Federn, insgesamt nur 6:12 h Schlaf, davon nur 5h Tiefschlaf – sowas ist ungesund!

Screen Schlaf 2 Screen Schlaf

Darüber hinaus zeigt der schlaue Orbit auch die Aktivitäten an, die man über die normale Runtastic-App gestartet hat, im zweiten Bild sieht man unten das Logo für Kampfsport (Mittwoch ist Combat-Tag, yeah).

Das kleine OLED-Display des Orbits selbst zeigt einem nach einmaligem Drücken des einzigen Menüknopfes zunächst die Uhrzeit an – weshalb ich den mittlerweile auch oft einfach als Uhr nutze – jedes weitere Drücken zeigt zurückgelegte Schritte, verbrauchte Kalorien und aktive Minuten an.

Übrigens: bei zweimaligem Drücken, kann man den “Happy-Tracker” aktivieren, man kennzeichnet dann besonders glückliche Momente ?! Im Display erscheint ein Smiley, … na wer DAS braucht …

Der Orbit hat im übrigen eine Alarmfunktion - mit Vibration in den neuen Tag!

Und wer zu lange inaktiv ist bekommt über den “Inaktivitäts-Alarm” auch ‘ne Vibration verpasst! Nach einer Stunde trägem Rumhocken ist dringend Bewegung angesagt ;-) ! Nachts im Schlafmodus ist das natürlich anders….hehe

Mit der Orbit-Connect-Funktion dient der Orbit weiterhin als zweites Display für die runtastic-App und zeigt z.B. dem Läufer die Daten der App auf dem Armband, man muss das Handy nicht herausholen um die Daten zu sehen.


 

Und was halte ICH nun vom Orbit?

Für mich war das Ganze ein Frustkauf, eine fiese Erkältung hatte mich vom Laufen abgehalten und eine Ersatzbefriedigung musste her, da kam die Orbit-Werbung gerade recht…

Ich finde für 119€ ist das Ding ganz schön teuer. Das Geld ist in eine gute Pulsuhr sicher viel besser investiert – aber die hab ich ja schon ;-) – also hier kurz und knackig mein Resumé:

  • Positiv:
    • das Armband ist bequem, stört auch nachts nicht
    • man wird tatsächlich inspiriert, sich mehr zu bewegen, sei es zwischendurch mal aufzustehen oder das Auto drei Meter weiter weg zu parken, oder einen extra Spaziergang einzuplanen
    • die Auswertung des Schlafrhythmus ist richtig interessant und hilfreich
  • Negativ:
    • zu teuer
    • keine Herzfrequenzmessung, brauch ich persönlich aber nicht, weil ich eine Pulsuhr ohne Gurt habe, die auch am Handgelenk misst

Ein nettes Spielzeug für Spielkinder und Statistik-Spinner wie mich, aber nichts was man wirklich haben muss!

Noch Fragen? Einfach hier lassen, werden gerne beantwortet! :-)