Der Berlin Marathon – aus der Sicht eines Greenhorns

Jeder Läufer träumt irgendwann in seiner Laufkarriere mal davon, in der Königsklasse zu laufen – einen Marathon! Und jeder, der diese magischen 42,195 km jemals bestritten hat, egal ob Amateur oder Profi, hat meine absolute Hochachtung!

Ich selbst bin im wahrsten Sinne des Wortes meilenweit davon entfernt, das jemals zu schaffen. Ich fand es ziemlich vermessen über einen Marathon zu schreiben, ohne jemals selbst zumindest einen Halbmarathon gelaufen zu sein – nun, das habe ich gestern noch schnell nachgeholt. Ich weiß jetzt immerhin wie sich Krämpfe anfühlen :-p

Ich werde heute keinen Marathon laufen …nein…ich werde einen beobachten! Und zwar den BMW Berlin Marathon, weil ich den ungeheuer spannend finde! Immerhin soll hier heute der Weltrekord geknackt werden – und jede Menge Runtasten sind auch mit am Start!

Aber da ich schlecht alle 40.000 Läufer im Auge haben kann ;-) hab ich mir vier Teilnehmer rausgepickt:

Meine Protagonisten sind zum einen der Profiläufer Dennis Kimetto, der versuchen wird den WR von 2:03:23 einzustellen. Und für Rekorde ist Berlin bekannt – 5 Weltrekorde in 10 Jahren! 

Zum anderen –  und hier bin ich sehr gespannt, wie die beiden sich schlagen werden – sind es zwei Hobbyläufer, die ich “Speedy” und “Gonzales” nennen möchte.   Die beiden sind Runtasten und werden von mir nach Kräften mit Cheers unterstützt,  insbesondere ab Kilometer 32 ist das sehr erwünscht, behauptet zumindest Speedy (hihi).

Und damit die Frauenquote nicht zu kurz kommt, nehm ich noch eine Läuferin aus dem Profilager aufs Korn: Anna Hahner, von den Hahner-Twins, die hier in Berlin persönliche Bestzeit laufen möchte.


Es ist Sonntag, 28.09.2014, 8.30 Uhr. Ich sitze, bewaffnet mit Kaffee und Cookies vor dem PC und warte aufgeregt auf den Start. Ich werde mir die live-Berichterstattung des rbb und die Aufzeichnungen von runtastic ansehen und beobachte den live-Tracker der Marathon-App.

Ich wünsche meinen beiden Runtasten einen wundervollen Lauf durch die Hauptstadt, möge es für beide ein grandioses Highlight ihrer Läuferkarriere werden – los geht’s!

Es ist 8.35 Uhr der rbb zeigt die Startaufstellung auf der Straße zum 17. Juni, Gänsehaut !!! Ich sehe die einzelnen Startblöcke und denke an “meine” Rennhasen im Block F (wie “F…lott”) hehe…Hier im Starterfeld tummeln sich 40.000 mehr oder weniger aufgeregte Läufer, treten von einem Fuß auf den anderen, die Stimmung scheint gut zu sein.. ich bin so nervös als müsste ich den Marathon selbst bestehen…ah.. der rbb interviewt derweil  Lisa Hahner, die drückt ihrer Schwester die Daumen und schleppt alle 5 km Wasser ran! … !!! Haha, und Dieter Baumann beginnt schwäbelnd seine Kommentare :-)
Die erste Startwelle rollt Richtung Siegessäule, die Tempomacher vorneweg, es steigen Luftballons auf – hach …schön… in den blauen Himmel, grandioses Wetter! Fantastische Bedingungen für einen richtig flotten Lauf! Es sagte mal jemand der Berlin Marathon sei “fast, flat and unforgettable”…

Anna Hahner startet mit drei (!) Tempomachern, wow, und die Profi-Männer brauchen nur 2:34min für den zweiten Kilometer – ach Du Schande ist das schnell,  aber jetzt im dritten KM werden die auch ruhiger :-)

Aufgepasst! Speedy ist gestartet,  Startzeit 8:55:27 Uhr , kurz darauf geht Gonzales auf die Strecke, Startzeit 8:57:57  wow ich drück die Daumen! Es wird Zeit, die ersten Cheers loszuschicken –
go go go go go go go go  … yeah! …
Die Profis passieren währenddessen schon die ersten Versorgungsstände bei km 5, kurz vor der JVA Moabit!  Anna Hahner ist hier als Achte unterwegs! Und die dritte Starterwelle läuft…hier geht’s Schlag auf Schlag, ich behalte kaum den Überblick!

Tracking um 9:05 Uhr : Anna Hahner bei km 5 – 17:32 min / Dennis Kimetto bei km 5 – 14:42 min  / die beiden Rennmäuse folgen…

Es sind so wahnsinnig viele Zuschauer am Streckenrand, tolle Stimmung, die ersten Musikeinlagen sind zu hören…was die Läufer davon wohl mitbekommen? Die Profis sicher wenig, aber die Runtasten? Hören die all die Rock- und Sambaklänge?

Einer von Anna Hahners pacemakern musste grade bei km 6 aussteigen…auch Profis sind nicht fehlerfrei ;)

Achje… Blasmusik! Na… die würde mich aber wenig motivieren, höchstens zum wegrennen :)

Dennis Kimetto hat jetzt schon die ersten 10km hinter sich, bei 29:24, Wahnsinn!!! Der läuft beim Marathon glatt doppelt so schnell wie ich bei nem 10er Wettkampf, hmmmm…..

Schnell mal die aktuellen paces der Rennmäuse checken:
5:09 im dritten Kilometer bei Gonzales! 4:58 bei Speedy, der macht seinem Namen jetzt schon alle Ehre…jetzt ist Speedy bei km 5 durch, mit 25:23 min, Gonzales passiert den Checkpoint bei 27:34. Ich würde zu gerne in deren Gesichter schauen! Was würde ich sehen? Entschlossenheit ? Zuversicht? Zweifel? Spaß?

Die Satelliten-Bilder auf runtastic sind so krass unterschiedlich zu den live-Bildern…das “normale” Stadt-Bild im Gegensatz zu diesem grandiosen Theater beim Marathon, Zuschauer-Alarm!! Eine Bomben-Atmosphäre, selbst am Bildschirm – was für ein geniales Feeling ist das sicher erst live!

Die Profis haben grade bei der aktuellen Getränkestation bei Kilometer 10 ein bisschen unprofessionell getankt, sah ein bisschen chaotisch aus… die müssten das doch besser drauf haben! Einer ist leider leer ausgegangen… Hm, ob die Runtasten sich selbst versorgen – oder nur auf die offizielle Streckenversorgung zurückgreifen?

Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll, die Live-Übertragung zeigt Bilder der Profis, klar, super spannend, … und die Runtasten will ich ja auch nicht aus den Augen verlieren, und die cheers nicht vergessen, und das Tracking?  … ei ei ei … spannend alles…

Grade ein toller Blick vom Hubschrauber über die Strecke, es geht vorbei am Kottbusser Tor Richtung Neu-Kölln, zum Hermann-Platz und Richtung Kreuzberg… es sieht aus, als  würde es bald ziemlich warm werden, die Sonne scheint! Berlin ist ne echte Sehenswürdigkeit!

Was? Wie bitte? Asphalt als Straßenbelag gibt mehr zurück als Beton – na die haben Sorgen :-)  ich glaub die Profis haben bei weitem nicht so viel Spaß am Rennen wie die Amateure, alles straff durchorganisiert, jede Aktion vorgeplant, die kriegen von der schönen Hauptstadt sicher nicht viel mit! Im technischen Meeting tags zuvor wurde der gesamte Lauf minutiös besprochen, und das Ding wird jetzt auch genauso durchgezogen. Professionell eben – ob die auch ne Pastaparty am Vorabend haben ? ;)

Speedy läuft jetzt 4er paces, jo es läuft! Yeah! Hau rein!!!
Gonzales ist noch bei knapp über 5, aber vielleicht fährt er die bessere Taktik? Das wird man am Ende sehen :-) Das Rennen muss gut eingeteilt werden, es kommen noch einige viele laaaaaaaange Kilometer!

Bin gespannt, mit welcher 10km-Zeit die beiden durchgehen, Anna Hahner – der flotte Zwilling – hat das mit 34:57 geschafft, ich denke 50er Zeiten wären bei den Runtasten realistisch, oder?

Die Kenianer sind weiter auf Weltrekord-Kurs, haben allerdings ein bisschen Zeit am Versorgungspunkt verloren…

Grad hört man wieder ne Samba-Gruppe, ich liebe dieses Trommelgedöns, würde ich hier laufen … das würde mich echt pushen!

Anna Hahner lächelt in die Kamera als wär das hier gar nichts! Vielleicht liegts an den Glücks-Ohrringen? Welche Glücksbringer haben wohl meine beiden Rennhasen dabei? Fragen über Fragen – vielleicht werden die ja gelegentlich beantwortet :-)

Dennis Kimetto ist übrigens grad beim HM-Checkpoint mit 1:01:45 vorbei, uuuaaaaa… dafür hab ich gestern 2:13:00 gebraucht!!! Ok, ich hatte aber auch keine pacemaker hihi….möchte sich da jemand anbieten?

So Gonzales… auch die 10 gepackt, mit 55:03 laut RT und 54:48 laut Tracking…das wäre übrigens eine Finish-Zeit von 3:51:13 wenn das so weiter geht…. juhuuu… und Speedy ist auf Kurs 3:32:46 super!

Ups, ne pace von 3:52 bei Speedy’s km 12 am Strausberger Platz, hoffentlich geht er das nicht zu flott an, die Atmosphäre incl. der bereits 325 cheers aus RT  verleitet zu einigem…Gonzales macht das ganz souverän, die erste 4er pace bei km 11, er ist warm gelaufen hihi… et läuft in Berlin…ick bin juter Dinge!

Die Männer (Hobby-Athleten), die sich um Anna Hahner positioniert haben, werden immer weniger, die Lady ist eben echt schnell! Das sind paces von unter drei, für einen Freizeit-Sportler ne Menge Holz.

Gonzales rennt grad durch die Lichternberger Straße und überquert gleich die Spree, Speedy flitzt durch den Kreisel  Ecke Oranienstraße/Prinzenstraße… übrigens sieht die Berlin-Karte auf Google-Maps aktuell witzig aus – nichts als Warnhinweise, kein Durchgangsverkehr, die Stadt im Ausnahmezustand.
Marathon-Paaaaaartyyy!

Hier zu Hause ist übrigens auch super Wetter, aber davon krieg ich grad so rein gar nichts mit, das Rennen hier ist einfach der Oberknaller, der Vergleich Profis und Hobbyläufer macht echt Spaß, ich bin ganz aus dem Häuschen…

Grade geht ein Tempomacher der Kenianer aus dem Rennen – mein Gott wie unspektakulär! Da macht der Mann seinem Champ das Tempo und läuft Spitzenzeiten, ist ständig im Livebild und verhilft den Helden vielleicht zum WR – absolutes Topniveau hier heute!! Und dann biegt der einfach links ab, verschwindet zwischen den Zuschauern und wird nicht mehr beachtet, der hat jetzt einfach Feierabend….unglaublich…kann dem mal bitte jemand zujubeln?

Die Spitzengruppe der Männer ist beim Wilden Eber angekommen bei Kilometer 28, geile Stimmung… die Samba-Trommler geben ihr Bestes, die Cheerleader auch …Mutai und Kimetto laufen immer noch ne pace von 2:46, ich brech bei dem Gedanken zusammen :-O
Mutai hat angeblich hin und wieder Probleme mit Seitenstechen, hat sich offenbar sogar operieren lassen – sieh an, sind alles nur Menschen :-) mit Problemen wie Du und ich.

Anna Hahner läuft übrigens mit Songtexten im Kopf, die teilt sich das Rennen in Lieder ein! Wie geil ist das denn? Und die lächelt immer noch in die Kameras als wollte sie gleich mitsingen! Und redet noch! Ihr aktueller Pacemaker macht auch nach 27 gelaufenen Kilometern immer noch die Welle für das Publikum, als wär das nix, Respekt!

Kimetto und Mutai liegen jetzt 24 Sekunden unter WR-Tempo !!! Unvorstellbar schnell…

Die Spitzentruppe ist immer noch recht groß für diese sensationell gute Zeit, die hier gelaufen wird, immer noch auf Weltrekord-Level!!!

Für die Profis verbleiben nur noch 9 km! Mein Gott wie schnell die Zeit hier vergeht, krass …jetzt 45 Sekunden unter WR-Zeit, woooohoooo, Mutai und Kimetto sind gut drauf – das gibt nen neuen WR! Jetzt bei Kilometer 36 am Wittenbergplatz liefern die beiden sich einen echten Showdown, attackieren sich gegenseitig , der andere geht jeweils mit, und das bei diesem Tempo, faszinierend, die laufen am Limit und sind doch so cool!

Ich krieg hier eine Gänsehaut nach der anderen!
Berlin ! Berlin! Sie laufen durch Berlin!

Und meine Rennhasen auf RT schlagen sich auch sehr souverän. Die reinen Zahlen besagen, dass beide sich ihr Rennen top einteilen, laufen sehr gleichmäßig und ich drück die Daumen, dass die beiden weiterhin ohne Blessuren durchkommen!
Los ihr Hasen – lauft! goooooooooooooooooooooo

Bei Kilometer 38 läuft Kimetto vorn, immer eng an der berühmten blauen Linie, Mutai folgt im jetzt mit ein bisschen Abstand, ein echter Krimi hier vorne an der Spitze…die Straßenschlucht am Potsdamer Platz wird durchlaufen, für die beiden ist es ein einsames Rennen…hier kann den beiden keiner mehr folgen..

Und die Rennhasen? Wo sind die grade? Speedy läuft bei Schöneberg auf der Yorckstraße, Richtung Goebenstraße, bei Kilometer 21 , Gonzales folgt knapp dahinter, bei Kilometer 19,5 !
Jungs, gleich ist Halbzeit!

Bei Checkpoint 40 rennt Kimetto jetzt alleine an der Spitze, er läuft deutlich unter WR, was passiert in den letzten 6 Minuten? Hält der das durch? Und was macht Mutai? Vielleicht laufen BEIDE Weltrekord? Hammer Hammer Hammer….10 Sekunden zwischen den beiden jetzt…Dieter Baumann vergisst das Schwäbeln so spannend ist das hier…das Brandenburger Tor ist in Sicht, das Ziel ist so nah, welche Kräfte mobilisiert man hier? Was macht der Kopf? Was die Beine? Die Zuschauer am Pariser Platz jubeln was das Zeug hält…

Und dann der Zieleinlauf – Wahnsinn! Die Zeit ?!

2:02:57 – neuer WR von Kimetto UND
2:03:14 – auch Mutai unter der alten WR-Marke!!!

Und Anna Hahner? Läuft immer noch auf Kurs persönliche Bestzeit…bei Kilometer 36 hat sie übrigens “Paradise” von Cold Play im Kopf :-)

oh was wär ich jetzt so gerne in Berlin! gestern beim HM hab ich noch gedacht auf gar gar gar keinen Fall jemals eine Marathon laufen zu wollen, aber wenn ich mir das hier so ansehe, stellen sich mir alle Haare auf Armen und Beinen zu Berge und ich will einfach nur laufen laufen laufen….. man soll nie nie sagen… ;-)

Falk Cierpinski kommt  grade als schnellster Deutscher mit 2:17:25 ins Ziel, Gratulation!
Die schnellste Frau im Rennen, die Äthiopierin Tirfi Tsegaye, ist grade auch beim Zieleinlauf,  mit 2:20:19 finisht sie den 41. Berliner Marathon.

Was muss das ein erhabenes Gefühl sein,  durch das Brandenburger Tor zu laufen! Ich werd hier ganz emotional bei diesen tollen Livebildern ! :) Bei strahlendem Sonnenschein, jubelnden Zuschauern, dem Wissen um viele viele mitfiebernde Fans….. einfach nur toll…das muss für Speedy und Gonzales einfach gigantisch sein!

Anna Hahner powert jetzt dem Ziel entgegen, sie überholt auf die Position 7 und was ihre Pacemaker da machen ist wieder klasse, die reinste Motivations-Show…. ich will auch einen Pacemaker!!!
Sie sieht jetzt auch schon das Brandenburger Tor, die Familie steht jubelnd am Rand … und man sieht dem Gesicht an wie die sich freut! Wie die kämpft! Sie strahlt und läuft mit Kusshändchen  mit ihrer persönlichen Bestzeit von 2:26:44 als siebte ins Ziel! Und hat sich damit ne Sachertorte verdient ;-)

Gonzales ist bei Kilometer 26 in Steglitz grade zur Versorgungsstation abgebogen – wenn ich die schrumpfende pace richtig deute – was gab’s wohl? ein Gel? Wasser? Oder was zu beißen? Ich bin ja schon neugierig… vielleicht erzählen die Runtasten ja mal ein bisschen was zu ihrem Rennen!

Nichts für ungut, aber beim Schwenk von den Profis ins Amateurlager hat man das Gefühl die Kamera hat umgeswitcht auf SloMo hihi… da sieht man erst, dass die Profis vorne abgehen wie die Raketen…und bei den Amateuren sieht das aus wie gemütliches Getrappel…

Speedy hat gerade Kilometer 30 passiert, am Hohenzollerndamm, mit einer Durchgangszeit von  2:29:37 , die angepeilte Zielzeit hat sich damit schon wieder verbessert! Das wird was! Und mit fast 700 Motivationen an dieser Stelle tragen wir unsere persönlichen Helden weiter und weiter und weiter…. go go go go go go !!!
Gonzales passiert den 30er Checkpoint bei 2:39:35, Zielzeit wäre dann 3:44, loooooooooos gib Gas, Du schaffst das !!! 480 cheers treiben Dich weiter zur Spitzenleistung, yihaaaa

Die Siegerehrung der Damen startet gerade….es ist 11:41 Uhr…ich klebe hier am PC fest und merke gar nicht wie die Zeit vergeht.
Leute – ich hab Spaß! Und im nächsten Jahr sollte ich vielleicht einfach vor Ort sein :-)
Die Ehre bei den Damen gebührt:
1. Tirfi Tsegaye, Äthiopien (2:20:18)
2. Feyse  Tadese, Äthiopien (2:20:27)
3. Shalane Flanagan, USA (2:21:14)

Und jetzt werden auch die Männer geehrt…die haben heute wirklich eine gigantische Leistung erbracht und man muss sich fragen – ist es vielleicht möglich, dass doch irgendwann ein Marathon unter zwei Stunden gelaufen wird?
Die Sieger dieses Hammer-Marathons sind:
1. Dennis Kimetto, Kenia (2:02:57)
2. Emmanuel Mutai, Kenia (2:03:13)
3. Abera Kuma, Äthiopien (2:05:56)

Gonzales erreicht gleich den Wittenbergplatz, dann wird RT ihm verraten, dass er schon 35 Kilometer geschafft hat, und dann kommt eigentlich der Zeitpunkt, wo der berühmte “Mann mit dem Hammer” kommt.
Aber ich glaube, den haben die beiden Runtasten heute nicht kennengelernt – und es überwiegt die Gewissheit “yes, ich schaffe das” über die Zweifel, falls da überhaupt Zweifel waren?
Jetzt über den Ku-Damm…immer noch mit ner glatten 5er pace, ganz souverän!
Speedy hat Kilometer 38 beim Potsdamer Platz passiert und rennt und rennt und rennt, der packt am Ende sogar vielleicht noch die 3:30 ?

Und hier kommen doch tatsächlich grade Asterix und Obelix ins Blickfeld, wer ist so verrückt bei diesem warmem Wetter im Kostüm zu laufen – ich meine… wer außer Emmi Alberts hihi…Und da läuft ein Jesus samt Kreuz?!?!? Ich glaub’s nicht…komplett verrückt…

Die 1000er Marke beim Anfeuern in RT ist mittlerweile geknackt, unglaublich wie hier mitgefiebert wird!
Gleich kommt Kilometer 40 für Speedy bei ein super Zeit von 3:25:27, ein klasse Rennen…
Und Gonzales hat nochmal mächtig Gas gegeben, er passiert Kilometer 40 bei 3:30:35….. wohooo, ich bin begeistert!

oh, ab km 40 bricht Speedy plötzlich ein! Krämpfe?
gogogogo, Du hast es gleich geschafft!! Oder genießt Du den Zieleinlauf? Ich würde es mir wünschen :) hoffentlich nichts schlimmeres…

Die beiden Jungs sind auf den letzten Metern, die Sohlen qualmen, Schmerzen werden bald vergessen sein, das Ziel in greifbarer Nähe! Hier wird mit Herzblut gelaufen, da bin ich mir ganz sicher!
Und dann…großes Finale…Speedy finisht in 3:39:15 und Gonzales in 3:41:44.

Bei beiden ganz großes Kino, Glückwunsch ihr beiden!
Suuuuuuuper Leistung in diesem bisher schnellsten Rennen der Marathongeschichte!
Lasst euch feiern, schnappt euch eure Medaillen und genießt diesen Tag noch in vollen Zügen :-) … und erholt euch schnell…

Kleiner Überblick der Ergebnisse:

Kilometer 5 10 15 20 HM 25 30 35 40 Finish
Dennis Kimetto 14:42 29:24 44:10 58:36 1:01:45 1:13:08 1:27:38 1:41:47 1:56:29 2:02:57
Anna Hahner 17:32 34:57 52:15 1:09:38 1:13:26 1:27:03 1:44:28 2:01:46 2:19:08 2:26:44
Speedy 25:23 50:26 1:15:04 1:39:52 1:45:22 2:04:46 2:29:37 2:54:39 3:25:27 3:39:15
Gonzales 27:35 54:48 1:21:56 1:48:50 1:54:28 2:14:11 2:39:35 3:04:53 3:30:35 3:41:44

 

Viele weitere Läufer sind natürlich noch auf der Strecke, kämpfen noch…der Besenwagen ist auch schon unterwegs…und an der Stelle denke ich auch mal an die Läufer, die vielleicht enttäuscht sind von einer nicht erreichten Wunschleistung, oder die sogar abbrechen mussten. Kopf hoch! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!


Wow, was für ein Event!
Ich durfte vier Stunden lang superspannenden Laufsport genießen und meine beiden Rennhasen bei einer Wahnsinns-Leistung begleiten…

Die Profis werden das hier nicht lesen (lach), Speedy bestimmt –  Gonzales … vielleicht. Ich fände es große Klasse, wenn die beiden ihre treuen Fans mit reichlich Bildmaterial versorgen, denn leider konnten wir euch ja nur als blaue Punkte auf der RT-Karte verfolgen! Erzählt uns doch mal, wie war es für euch?

… MIR hat es sehr viel Spaß gemacht, diese Zeilen hier auf den Bildschirm zu bringen, und wenn es der ein oder andere unter euch kurzweilig genug fand und tatsächlich bis hierher gelesen hat  :-D (meinen Respekt hehe…)

dann grüßt euch ganz herzlich das Greenhorn :-)

 

 

 

Lauftagebuch

25.09.2014 Training (10km unter 60min) Tag 38 DL leicht 60 min

Strecke: Meudt-Herschbach mit Vanessa, und wieder mit den Fujis – die werden mir immer sympathischer, sind so schön direkt…

Ich hatte heute viel Zeit die Gedanken auch laufen zu lassen, denn Vanessa ist immer ein gutes Stück hinter mir geblieben. Sie ist zur Zeit ein klein bisschen langsamer unterwegs als ich, achtet auf ihren Puls, der schießt Kapriolen … und so haben wir mal nicht gequatscht, sondern sind relativ still unsere Kilometer gerannt.

Aber – und das ist ganz entscheidend – es war ein behagliches Schweigen :-)

Kennt ihr das?  So wie in “Pulp fiction” … wenn zwei miteinander schweigen können, ohne das das unangenehm wird.

Man weiß, der andere ist da … und wenn man kurz wartet (weil man z.B.  die Straße überqueren muss) ist der andere wieder da. Man kann sogar die Strecke variieren – ich hab ne kleine Extrarunde eingebaut, aber es war klar … irgendwann trifft man sich wieder … ein paar Meter oder auch Kilometer weiter … man wird den Lauf gemeinsam beenden!

Und das macht – uiuiuiui große Symbolik ! – auch Freundschaft aus. Ein Freund muss nicht immer gegenwärtig sein. Aber – wieder ganz entscheidend ;-) – wenn man ihn anspricht, wird man gehört. Dann ist da ein feedback auf das man zählen kann. Selbst nach einem langen – behaglichen (!) Schweigen.

Und manchmal ist es vielleicht auch so, dass ein Schweigen missverstanden wird, und am Ende ist da doch ein feedback :-)

Ich wünsche euch gute Freundschaften – die sind nämlich was ganz wertvolles!

Schönen Abend….und keep on running!

Lauftagebuch

22.09.2014, Training Tag 37 (10km, 60min), DL leicht 30 min

heute mal die neuen Treter – die Asics Fujitrabuco 3 – ausprobiert, laufen wie am Schnürchen! Ich war ja etwas unsicher wegen der Größe (40), da meine Nimbus sogar 41,5 sind, aber alles gut…und mit dem Goretex gibt’s jetzt keine nassen Füße mehr :-) und ganz wichtig für Frau – schön sind die auch hihi :-)

Strecke: kleine Westert-Runde, mit Vanessa, pace 5:57 ist ok, Puls 148 mit max 159 könnte tiefer sein, aber das Wetter war Bombe – super klare Luft, schön kühl, in die untergehende Abendsonne gelaufen…ich muss bald mal über Licht nachdenken, ich werde testen mit Taschenlampe zu laufen, Stirnlampe schreckt mich irgendwie ab….mal sehen…

 

 

 

Runtastic Orbit – sinnvoll oder Schnickschnack?

Hallo zusammen!

Ein total verregneter Sonntag … die beste Gelegenheit euch den “Orbit” von Runtastic vorzustellen. Wenn man die Rezessionen der Fachwelt hierzu liest, ist der Orbit eines der besten unter den Fitness-Armbändern. Aber was kann er wirklich? Und lohnt sich die Anschaffung? Immerhin kostet das Ding schlappe 119 €!

Bevor ich euch meine persönliche Meinung verrate – hier zunächst mal die Fakten:

  • das Zubehör:
    • der kleine Orbit-Computer selbst, ein Winzling, wasserdicht (!) kann sogar beim Duschen und Schwimmen benutzt werden – hab ich nicht ausprobiert (meine Aktivitäten beim Duschen braucht der nicht aufzeichnen ;-) )
    • zwei Armbänder aus weichem Kunststoff, in schwarz und blau, angenehm zu tragen und leicht zu reinigen, selbst für meine dünnen Ärmchen hat das Band genug Löcher, Extralob!   ähm, dicke Arme passen sicher auch rein :-), mit praktischem Klick-Verschluss (weitere Armbänder in Zusatzfarben kann man kaufen, im 3er Set 29,99€)
    • ein Clip, mit dem man den Orbit überall an die Klamotten, den Gürtel etc. anclippen kann (ganz praktisch, wenn man das Ding ein bisschen verstecken möchte, um nicht immer diese blöden Fragen hören zu müssen…”Ist das nicht so ein Fitness-Ding? Was kann das????” )
    • ein Ladekabel, dessen Ende ist magnetisch, so kann man den Orbit – der superleicht ist – einfach andocken … und schon lädt das Dingelchen, in ca. drei Stunden ist es aufgeladen und hält dann vier bis fünf Tage, so genau hab ich nicht drauf geachtet.

Man lädt sich die App “Runtastic me” (für Äpfel und Androide) kostenlos runter und legt ein Benutzerprofil (incl. Alter, Größe, Geschlecht und Gewicht) an – wenn man die Runtastic-App schon nutzt, übernimmt die “Me-app” die Daten von dort. Die Synchronisation zwischen Orbit und Smartphone läuft per Bluetooth Smart.

Screen Lade DatenScreen Startmenü

Und das wertet der Orbit aus:

  • Schritte (wobei es sich hier nicht um einen wirklichen Schrittzähler handelt, sondern es werden gewissen Bewegungseinheiten gemessen, die annähernd wie Schritte gezählt werden, wenn man den Arm hektisch hin und her bewegt, wird dies auch als Schritt gewertet), man kann eine Zielvorgabe machen (hier: 8000 Schritte) und sieht im Vergleich die Schrittanzahl des letzten Tages, unten im Bild: eine Zeitleiste, auf der ersichtlich ist, wann man wie viele Schritte getan hat (ich sitz grad am PC, tut sich also nix ;-) )

Screen Schritte

  • Aktive Minuten , für mich hat sich noch nicht wirklich ergründet, was hier als “aktiv” gewertet wird, eine gewisse “Schritt”-Anzahl ist wohl vonnöten, aber ich persönlich finde dieses Menü total überflüssig

Screen Aktive Minuten

  • Kalorien, errechnet sich der Orbit aus den gemessenen Aktivitäten und den persönlichen Daten wie Gewicht, Größe…. die grünen Balken zeigen die verbrauchten Kalorien im Zeitstrahl, die blaue gestrichelte Linie zeigt die addierten Gesamtkalorien, die Du schon verbraucht hast – oder auch nicht ;-), auchhier ist eine persönliche Zielvorgabe möglich

Screen Kalorien

 

  • Distanz, errechnet sich aus den gezählten Schritten, wieder mit Vergleich zum Vortag, und unten im Bild wie gehabt, Zeitverlauf und bisherige Gesamtdistanz

Screen Distanz

  • Schlafeffizienz, hier wird es interessanter! Wenn man schlafengeht, drückt man einmal lang auf die einzige Taste des Orbits um zu signalisieren “jetzt wird geschlafen”, ab diesem Moment wird die Schlaf-Aktivität erfasst (über die Bewegungsrate) die Wachphase ist rot gekennzeichnet, leichter Schlaf ist orange, und Tiefschlaf ist grün angezeigt. Ich hab mal zwei Beispiel-Nächte rausgepickt: heute Nacht hab ich um 22:49 auf “Schlaf” umgestellt, war zunächst noch ein bisschen wach ;-) und bin dann in einen leichten Schlaf gefallen, meine Schlafeffizienz lag bei 95%, meist hab ich tief geschlafen, zwischendurch gab es immer mal wieder Phasen mit leichtem Schlaf, gegen halb acht bin ich kurz wach gewesen (rote Linie) und weil heute ein verregneter Sonntag ist, hab ich bis 9:20 im Bett gelegen hihi, dann war das Frühstück fertig! :-) unten im Bild ein weiteres Gimmick: der Orbit hat einen Tageslicht-Sensor, die dünne blaue Linie zeigt an wie viel Tageslicht ich grade abbekomme, die senkrechten gelben Linien zeigen (so glaube ich?) Sonnenauf- und untergang an. Ach ja … im zweiten Bild eine typische Nacht während der Woche, viel zu spät ins Bett, nicht sofort eingeschlafen, und viel zu früh wieder raus aus den Federn, insgesamt nur 6:12 h Schlaf, davon nur 5h Tiefschlaf – sowas ist ungesund!

Screen Schlaf 2 Screen Schlaf

Darüber hinaus zeigt der schlaue Orbit auch die Aktivitäten an, die man über die normale Runtastic-App gestartet hat, im zweiten Bild sieht man unten das Logo für Kampfsport (Mittwoch ist Combat-Tag, yeah).

Das kleine OLED-Display des Orbits selbst zeigt einem nach einmaligem Drücken des einzigen Menüknopfes zunächst die Uhrzeit an – weshalb ich den mittlerweile auch oft einfach als Uhr nutze – jedes weitere Drücken zeigt zurückgelegte Schritte, verbrauchte Kalorien und aktive Minuten an.

Übrigens: bei zweimaligem Drücken, kann man den “Happy-Tracker” aktivieren, man kennzeichnet dann besonders glückliche Momente ?! Im Display erscheint ein Smiley, … na wer DAS braucht …

Der Orbit hat im übrigen eine Alarmfunktion - mit Vibration in den neuen Tag!

Und wer zu lange inaktiv ist bekommt über den “Inaktivitäts-Alarm” auch ‘ne Vibration verpasst! Nach einer Stunde trägem Rumhocken ist dringend Bewegung angesagt ;-) ! Nachts im Schlafmodus ist das natürlich anders….hehe

Mit der Orbit-Connect-Funktion dient der Orbit weiterhin als zweites Display für die runtastic-App und zeigt z.B. dem Läufer die Daten der App auf dem Armband, man muss das Handy nicht herausholen um die Daten zu sehen.


 

Und was halte ICH nun vom Orbit?

Für mich war das Ganze ein Frustkauf, eine fiese Erkältung hatte mich vom Laufen abgehalten und eine Ersatzbefriedigung musste her, da kam die Orbit-Werbung gerade recht…

Ich finde für 119€ ist das Ding ganz schön teuer. Das Geld ist in eine gute Pulsuhr sicher viel besser investiert – aber die hab ich ja schon ;-) – also hier kurz und knackig mein Resumé:

  • Positiv:
    • das Armband ist bequem, stört auch nachts nicht
    • man wird tatsächlich inspiriert, sich mehr zu bewegen, sei es zwischendurch mal aufzustehen oder das Auto drei Meter weiter weg zu parken, oder einen extra Spaziergang einzuplanen
    • die Auswertung des Schlafrhythmus ist richtig interessant und hilfreich
  • Negativ:
    • zu teuer
    • keine Herzfrequenzmessung, brauch ich persönlich aber nicht, weil ich eine Pulsuhr ohne Gurt habe, die auch am Handgelenk misst

Ein nettes Spielzeug für Spielkinder und Statistik-Spinner wie mich, aber nichts was man wirklich haben muss!

Noch Fragen? Einfach hier lassen, werden gerne beantwortet! :-)

 

 

 

 

 

Lauftagebuch: Testlauf Hachenburger Löwenlauf

20.09.2014

Heute stand auf meinem runtastic-Trainingsplan das “Testrennen” für den 10-km-Lauf an. Das wäre dann ein Intervall gewesen – 3×12 min. mit ner pace von 5.50 bis 6.00 und dazwischen 3 min aktive Pause. Aber das war mir ehrlich gesagt zu langweilig, ich wollte den kompletten Lauf checken.

Also bin ich mit Martin – dessen Ziel ist wohl eher unter 55 zu kommen :-p – die Runde einfach mal zügig abgelaufen. So zügig das eben mit Seitenstechen und müden Beinen geht. Unterm Strich bin ich ganz zufrieden, die 10 km unter 60 sind geschaftt, nun würde ich gerne den gesamten Lauf unter ner Stunde finishen. Und wenn ich einen guten Tag erwische, sollte das eigentlich drin sein. Man sollte sich die Ziele nicht zu hoch setzen, aber eben auch nicht zu niedrig!

runtastic 20.09.14 2 runtastic 20.09.14

Mit dem Wetter hatten wir übrigens Glück, heute morgen ist noch dicker Nebel durch die Landschaft gewabert. Aber heute nachmittag hat doch tatsächlich die Sonne geschienen, und die paar fetten Gewitterwolken, die bedrohlich vor sich hin grummelten haben sich höflich zurückgehalten. Lediglich ganz zum Schluss, kurz vorm Ziel am Hachenburger Löwenbrunnen fing’s leicht an zu tröpfeln.Hachenburg Löwenbrunnen Hachenburg Marktplatz

So darf das Wetter dann am 18.10. auch gerne sein!

Ach ja…die neue Cap ist regentauglich :-)

Mein erstes Mal…

Erinnert ihr euch an euer ERSTES MAL ?

Ich mich schon – ist etwa 25 Jahre her ;-)

STOP !Foto Urkunde

Mein ERSTES MAL … die Teilnahme an einem Laufevent!

Jaaaaa … DAS ist natürlich etwas ganz anderes – ist noch gar nicht lange her! Aber es war trotzdem ein typisches ERSTES MAL, ich war unerfahren, aufgeregt, neugierig…und heiß drauf :-D

Am 24.05.2014 startete ich als blutiger Anfänger, praktisch untrainiert beim Münz Extremlauf! 15 Kilometer, 15 Hindernisse…von Ransbach-Baumbach nach Höhr-Grenzhausen!

Andere beginnen mit dem Laufen, trainieren eine zeit lang und überlegen dann ob und wann sie sich nun bei einem offiziellen Volkslauf anmelden. Ich hab’s anders herum gemacht, hab mich angemeldet und dann angefangen mal zu trainieren. Typisch Claudia! Setz mir ‘ne Idee in den Kopf und ich zieh das durch – gnadenlos!

Ich bin im Team Mixed gestartet, mit meinen drei Laufbuddies Vanessa, Martin und Dominik. Ich war die Oma der Truppe ;-) und hatte mächtig Schiss, dass ich mit den dreien nicht mithalten kann. Aber eines war uns von Anfang an klar: einer für alle – alle für einen! Und wenn jemand nicht mehr kann wird er weitergetragen :-)

Team Body Combat go go go go go !!!

Wir begannen zu laufen, erst jeder für sich, dann in der Gruppe. Erst acht, dann zehn, dann zwölf Kilometer. Was war ich stolz! Ich war bis dahin nie weiter als acht Kilometer am Stück gelaufen! Wir hatten zur Vorbereitung knapp zwei Monate und was soll ich sagen? Es ist einfach unglaublich wie schnell man sich anfangs verbessern kann! Wir haben uns die runtastic-app runtergeladen und haben unsere Fortschritte bestaunt – aus der anfänglichen 7er pace war irgendwann eine 6.30er pace geworden. Unser Ziel (wie niedlich!) war eine Zeit unter zwei Stunden – und vor allem: ankommen! egal wie!

Ich hab mir damals ständig Blasen gelaufen und hab mir die Füße komplett bandagiert, Dominik hatte Probleme mit der Achilles-Sehne. Egal, immer weiter trainiert…

Zu guter Letzt sind wir sogar die Original-Strecke test-gelaufen, incl. der Bachdurchquerung! Mannomann was haben die Leute doof geguckt! hahahaha…..

Es war alles so aufregend, alles eben wie beim ERSTEN MAL..Starterpaket abholen, Klamotten planen, mit oder ohne Brille laufen? Trinken vorher – wann und wieviel? Essen vorher – was, wann, wieso ;-) wo und wann starten wir? HILFE!!!!!

Und am Tag X war dann alle Aufregung vergessen und wir haben es einfach nur mit ganz ganz viel Spaß genossen. Wir sind ganz hinten im Starterfeld gestartet, damit wir niemanden aufhalten – was ein understatement! Und dann haben wir doch tatsächlich einige Leutchen überholt :-)

Von wegen …”das Beste kommt zum Schluss”…

Das Beste kommt zum Schluss

Die Hindernisse waren zugegebenermaßen total harmlos und verhinderten bestenfalls, dass die Schnellsten nicht unter einer Stunde ins Ziel kamen…aber hey – es waren Hindernisse! (wie auch das Trinken an der Versorgungsstation – nicht jeder kann während des Laufens den Becher leeren, gell Martin? ;-) )

Wir bewältigten Heuballen,  Wassergräben, den Bach, steile Serpentinen, eine Bretterpyramide, eine Hüpfburg (erste Sahne!), einen Kriechtunnel, Treppen, einen LKW-Anhänger, Autoreifen…

Und dann, nach 1:51:46,73 Std. …das erste wohlverdiente Weißbier nach dem Zieleinlauf! Geil!

Es war nur ein kleiner Volkslauf – aber wir waren die Größten!

und wir haben Blut geleckt…und beim ERSTEN MAL bleibt es nicht!

Was ja nicht heißt, dass die nächsten Male nicht noch schöner und besser werden – eben wie im richtigen Leben ;-)