Lauftagebuch: Intervall….ihr wisst schon

10.10.2014 Training (10km unter 60min) Intervall

oh Mann….
Ich war sooo motiviert, Petrus hatte mitgespielt – es blieb trocken, sogar die Sonne kam raus, ich hatte Zeit, ich hatte Urlaub …
aber es wurde ein solcher Katastrophenlauf!

20 Min. einlaufen … ich merkte schon schnell, dass ich zu warm angezogen war, das Langarmshirt war zu dick, Hitzewallungen störten mich gewaltig! Ich hatte die falschen Schuhe gewählt, wenig Dämpfung auf Asphalt, fühlte sich nicht gut an … ich hatte viel zu wenig (gar nichts???) getrunken, das machte sich schnell bemerkbar!

Und dann diese nervige Tussi im Handy … “3, 2, 1,  erstes Intervall – zwei Minuten schnell” – da hatte ich schon keinen Bock mehr! Aber gut … Intervall ist Intervall, und ich verfolge ja ein Ziel. Also Tempo angezogen … und Seitenstechen bekommen! Nach einer Minute Tempo wieder rausgenommen, normal weitergelaufen.
Diese penetrante Stimme “noch 20 Sekunden, schnell….”, “noch 10 Sekunden, schnell”, … ja ja ja.

Aus den ersten drei Minuten langsam wurden also vier und sofort hörte ich schon wieder “3, 2, 1, … zweites Intervall, zwei Minuten schnell” , ja ja ja ich mach ja schon! (soll Laufen nicht eigentlich Spaß machen ?!?) Ich werde wirklich schnell – bis ich feststelle, dass sich meine Laufstrecke in eine Schlidderbahn verwandelt hat. Ich laufe die Intervalle meist auf einer stillgelegten Bahntrasse, die asphaltiert ist. Super, solange es nicht regnet und Berge von Laub da rumliegen! Ich komm ins Rutschen und verdreh mir leicht den Knöchel – verdammt !!!!! “noch 30 Sekunden – noch 20 Sekunden – noch 10 Sekunden – 3, 2, 1,  puuuuhhhhh !

Ich gehe! Ich mache eine GEH-PAUSE !!!!! Wann bitte schön ist mir das zuletzt passiert???

Schön, es fehlen noch drei Intervalle schnell. Die zieh ich irgendwie durch, mittelschnell, denn ich rutsche immer wieder… ich bekomm keine Luft, mein Puls ist viel zu hoch…

Als endlich die 20 Minuten Cooldown eingeläutet werden, mach ich Pausen zum fotografieren. Die Wochenaufgabe der RT-Laufgruppe lautet “Licht und Schatten” haha….ich zieh mir meine Kapuze über den Kopf und denke  “ja, genauso fühle ich mich jetzt gerade!” Meine absolute Schattenseite! Alles reine Kopfsache, nicht wahr? Ich bin enttäuscht, von mir selbst … Wenn nichts im Kopf ist, was die Laune hochhält wird das schwierig…
Noch schnell ein Bild vom Tunnel, durch den ich grad laufe, und dann nach Hause. Mein Puls rast, ich fühl mich mies, ich breche den Lauf nach 59 min ab, sollten eigentlich 65 min werden. Die Luft ist raus …

bööhh       Licht Schatten Tunnel

 

Vor dem Duschen poste ich noch die Wochenaufgabe-Bilder in Facebook und erdreiste mich, meine Laune zu beschreiben! Ohne weitere Erläuterung! Unerhört! Na wie gut, dass die meisten RTler das hier nicht lesen mussten :-D

keep on running! Ich grüße und verspreche bessere Laune!

 

2 Gedanken zu „Lauftagebuch: Intervall….ihr wisst schon“

  1. Tja Claudia, der letzte Satz stimmt bald nicht mehr so ganz. wieder ein Runtasticer der nun mitliest. Mir gefallen deine Berichte sehr gut und ich finde mich darin echt wieder. Bevor ich einen eigenen Blog aufmache, verlinke ich einfach ;)
    Diese Intervalle sind zum Teil echt der Horror. Bei “normalen” Läufen kann man ja etwas Tempo rausnehmen, Strecke abkürzen etc. aber die penetrante Stimme im Ohr ist echt der Obersklaventreiber…….
    Kopf hoch, es ist wie überall im Leben— so die Geschichte mit Höhen und Tiefen….. In dem Sinne —- KEEP ON RUNNING!!!!

    und schreib weiter, macht Spaß….

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